
Eigenproduktionen & Highlights der Spielzeit 2011/12
Übersicht der Highlights und Eigenproduktionen
in der kommenden Theatersaison - Theaterjahrbuch mit allen Terminen jetzt erhältlich!
Two’s a couple, three’s a crowd (UA) | Tanztheater von Jochen Heckmann
Drei sind eine/r zu viel…?! In ihrem neuesten Tanztheater, dem nunmehr fünften für das THEATERINKEMPTEN, nehmen sich Choreograf Jochen Heckmann und Dramaturgin Nikola Stadelmann dieses alten, doch immer neuen Themas an. Was passiert, wenn in eine gefestigte Zweierkonstellation ein Dritter oder eine Dritte einbricht? In einer Art Versuchsanordnung loten sie verschiedene „2+1“-Variationen aus, ohne Klischees zu bedienen, immer voller Zuneigung für ihre Figuren und mit einer großen Portion augenzwinkerndem Humor.
Im Rahmen des Kemptener Tanzherbstes bildet die Uraufführung des neuen Tanztheaters von Jochen Heckmann den Auftakt der Spielzeit 2011/12.
14.10. | 22.10. | 23.10. | 19.11.
Totentanz | von August Strindberg | Regie: Oliver Karbus
August Strindberg hat mit „Totentanz“ den Prototyp des modernen Ehedramas geschrieben. Für viele Paare ist die Silberne Hochzeit Anlass zur Freude. Den Protagonisten Alice und Edgar im „Totentanz“ bietet dieses Jubiläum Nährboden für eine Eheschlacht, die in der gesamten Dramatik ihresgleichen sucht. Der Tod ist immer anwesend als Thema aller Figuren. Das Faszinierende dieses Stückes ist einerseits der erbarmungslose Kampf der Geschlechter bis zum bitteren Ende, andererseits aber auch der schreckliche Humor, der in dieser Ehehölle wohnt. Regie bei dieser TIK-Schauspielproduktion führt Oliver Karbus, der mit „Kasimir und Karoline“ in der Spielzeit 2010/11 das Kemptener Publikum begeisterte.
11.02. | 12.02. | 01.03. | 02.03.
Waisen | von Dennis Kelly | Koproduktion mit der Europäischen Theaterschule Bruneck
Mit „Waisen“ (2009) hat der englische Dramatiker Dennis Kelly (*1968) einerseits einen spannungsgeladenen Thriller geschrieben, der virtuos mit den Erwartungen der Zuschauer spielt, andererseits reflektiert das Stück in der kleinsten möglichen sozialen Einheit – der Familie – gesellschaftsprägende Antagonismen: Selbstbestimmung und Herkunft, Zuhause und Fremde, Gewalt und Liberalismus.
Erstmals kooperiert das TIK mit der Europäischen Theaterschule Bruneck (Südtirol), in der junge begabte Theaterenthusiasten zu staatlich anerkannten professionellen Schauspielern ausgebildet werden.
20.04. | 21.04. | 11.05. | 12.05.
Weitere Highlights im Spielplan 2011/12:
Der Seefahrer | Schauspiel von Conor McPherson| a.gon Theaterproduktion München
Mit allem nötigen Humor ist das Schauspiel „Der Seefahrer“ des irischen Autors Conor McPherson (* 1971) mit Jürgen Prochnow in der Hauptrolle nicht nur wunderbare Unterhaltung, sondern zugleich eine Allegorie über die menschliche Schuld und die eigenen Dämonen, eine Art „irische Version des Faust“. Am New Yorker Broadway wurde „Der Seefahrer“ 2007 als „Das beste neue Stück des Jahres“ (Wall Street Journal) ausgezeichnet.
Sa. 28.10.2011 | 19:00 | Stadttheater
39 Stufen | Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitchcock | Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Wie im gleichnamigen Hitchcock-Film begibt sich der unschuldig in einen Mord verwickelte Richard Hannay (Ingolf Lück) auf eine irrwitzige Reise von London bis in die schottischen Highlands den Spionagering mit dem geheimnisvollen Namen „39 Stufen“ aufzudecken und so sein Land zu retten.
Die rasante, federleichte Kriminalkomödie voller rabenschwarzem Humor wurde u. a. mit dem Olivier Award 2007 für die „Best New Comedy“ ausgezeichnet und läuft seit über einem Jahr mit riesigem Erfolg im Londoner Westend und am Broadway in New York.
Mi. 23.11.2011 | 20:00 | Stadttheater
Sein oder Nichtsein | Premiere | Komödie von Nick Whitby nach dem Film „To Be or Not to Be“ von Ernst Lubitsch | Theatergastspiele Kempf
Ein Theater in Warschau im Jahr 1939, eine Liebesgeschichte in den Wirren des Krieges und eine Verwechslungsgeschichte zwischen polnischen Untergrundkämpfern, die mithilfe des Theaterensembles in der Rolle der Besatzer aufgelöst werden soll – das sind die Zutaten für eine Komödie voller Wort- und Spielwitz, die für die Beteiligten zum Spiel um Leben und Tod wird.
Basierend auf dem Film „To Be or Not to Be“ von Ernst Lubitsch zeigt auch diese Theaterpremiere von „Sein oder Nichtsein“ die Bedeutung des Humors in schwierigen Zeiten für eine menschliche Zukunft auf.
Fr. 02.12.2011 | 20:00 | Stadttheater
Der Meister und Margarita | nach Michail Bulgakow | Landestheater Tübingen
Glaube und Wissenschaft, Gott und Teufel, Gut und Böse, Liebe und Tod sind die zentralen Themen von Michail Bulgakows großem satirischen, aberwitzigen, politisch subversiven Roman. Entstanden in den 1930er Jahren während der Stalin-Ära, kurz vor seinem Tod 1940 letztmals korrigiert, wurde der von der Zensur um gut ein Achtel gekürzte Roman bei seiner Erstveröffentlichung 1966 ein sensationeller Erfolg.
Sa. 17.12.2011 | 19:00 | Stadttheater
Rain Man | Schauspiel von Dan Gordon | Altes Schauspielhaus Stuttgart / Tournee-Theater Thespiskarren
Der amerikanische Film „Rain Man“ mit Dustin Hoffman und Tom Cruise wurde mit Auszeichnungen regelrecht überhäuft. Aus dem Drehbuch schuf Dan Gordon ein kongeniales Theaterstück, das anrührend und witzig von der behutsamen Annäherung zweier ungleicher Menschen erzählt und den Zuschauern das Thema Autismus näher bringt – tief gehende Unterhaltung vom Feinsten!
Die Rolle des Charlie spielt der grandiose Rufus Beck, u.a. bekannt durch Kinofilme wie „Der bewegte Mann“ und „Kleine Haie“. Er ist ebenfalls auf den großen Bühnen Deutschlands wie den Münchner Kammerspielen und dem Berliner Ensemble zuhause und ist ein gefragter Synchron- und Hörbuchsprecher (z.B. „Harry Potter“).
Mo. 30.01.2012 | 20:00 | Stadttheater
Susn | von Herbert Achternbusch | Münchner Kammerspiele
Der bayerische Schriftsteller, Filmemacher und Maler Herbert Achternbusch erzählt das Leben der rothaarigen Susn aus dem Bayerischen Wald, die an den Zwängen ihrer Welt ebenso radikal scheitert wie sie gegen sie aufbegehrt. Mit „Susn“ steht ein ganz besonderes Theatererlebnis auf dem TIK-Spielplan. In München immer ausverkauft, ist dieses Stück des großen Achternbuch in einer erstklassigen Inszenierung von Thomas Ostermeier mit einer umwerfenden Hauptdarstellerin (Brigitte Hobmeier, 2011 ausgezeichnet mit dem Theaterpreis der Stadt München) nun in Kempten zu erleben. Mit den Münchner Kammerspielen ist eines der innovativsten Theater Deutschlands im Allgäu zu Gast.
Mi. 21.03.2012 | 20:00 | Stadttheater
Eine Familie | von Tracy Letts | Staatstheater Nürnberg
Ein Familientreffen wird zum Schlachtfeld der Konflikte – Tracy Letts hat mit „Eine Familie“ ein tragikomisches Familienepos geschrieben, in dem er die Theatertradition von Eugene O’Neill und Tennessee Williams mit dem Humor der schwarzen Komödie verbindet. Es ist Letts‘ böser Kommentar des amerikanischen Traums, ein ebenso scharf gezeichnetes wie unterhaltsames Generationenporträt, für das er 2008 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Nach der begeisternden Aufführung von "Nur Nachts" freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit dem grandiosen Ensemble des Staatstheaters Nürnberg.
Mi. 28.03.2012 | 20:00 | Stadttheater
Antigone | nach Sophokles | Theater an der Ruhr
Keine Katastrophe wie die, die wir in „Antigone“ erleben, war überflüssiger. Der Untergang der Stadt Theben, nachdem sie vom Fluch des Oidipus befreit war, nachdem dessen Söhne sich gegenseitig im Krieg töteten, war überwunden. Nun wurde Kreon König und erließ das Gesetz, Polyneikes, den einen Sohn, nicht zu begraben, Eteokles, den anderen, aber mit allen Ehren zu bestatten. Ihre Schwester Antigone widersetzte sich diesem Gebot, bedeckte ihren Bruder mit Sand. Dies nimmt Kreon zum Anlass, die Oidipus-Tochter in einem Felsengrab lebendig einzuschließen. Und dort begeht sein eigener Sohn Haimon Selbstmord mit ihr.
Eine eindringliche Inszenierung des Mülheimer Theaters an der Ruhr von Regie-Altmeister Roberto Ciulli und seinem außergewöhnlichen Ensemble.
Mi. 09.05.2012 | 20:00 | Stadttheater
… und natürlich sind die hochkarätigen Meisterkonzerte ein Glanzlicht der Theatersaison, ausgewählt und arrangiert von Dr. Franz Tröger, z.B. mit Midori (22.11.2011), dem Münchner Kammerorchester mit Wen-Sinn Yang (09.01.2012) oder dem Mendelssohn Kammerorchester und Reinhold Friedrich (24.04.2012).
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