Werfen Sie einen Blick in die Beziehungskiste
Spielzeit 2011/12
PARZIVAL
Solo für einen Schauspieler frei nach Wolfram von Eschenbach
von und mit Michael Miensopust
Große Stoffe im kleinen Format
Der berühmte Ritter Gachmuret ist im Kampf gefallen. Um dessen Sohn Parzival vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren, zieht ihn seine Mutter Herzeloide alleine im Wald auf. Parzival soll von der Welt nichts wissen. Dennoch bricht er - von seiner Mutter
in Narrenkleider gesteckt - eines Tages auf, um Ritter zu werden. Ein
Weg voller Abenteuer beginnt.
Mit seinem großen Epos "Parzival" hat der mittelalterliche Dichter Wolfram von Eschenbach am Beginn des 13. Jahrhunderts eine bis zum heutigen Tage spannende Geschichte niedergeschrieben: von der
Suche nach dem Glück, von der ersten
Liebe, von der Begegnung mit dem
Tod und vom Spaß,
Herausforderungen anzunehmen.
Bilder
(c) Helmut Pogerth | |
|
Termine
16.04.2011
| Beginn: 19:00 | THEaterOben |
Preise III (14,00 - 11,00 €)
Besetzung
Regie & Spiel: Michael Miensopust
Pressestimmen
Heilbronner Stimme
Parzival
Minimale Mittel mit maximaler Wirkung: Eine Perücke, ein Schal oder ein weißes Kleid genügen, um die begehrte Herzensdame aufblühen zu lassen. ... Nicht nur Regisseur und Schauspieler, sondern auch genialer Improvisator, lässt Miensopust das gesamte Personal des Epos aufleben. ... Ihm gelingt mit seinem "Parzival" eine Übertragung des mittelalterlichen Stoffes ins Hier und Heute. Sein Elan und seine Verwandlungskunst treffen mitten ins kindlich verspielte Herz aller Altersklassen. ... Aus Weltliteratur hat Miensopust Welttheater im Kammerspielformat gemacht. Ein großer Wurf.
Wormser Zeitung
Parzival
... und wenn sicher auch nicht alle Tiefen dieses Riesenwerks ausgelotet wurden, so erhielt das Publikum im Kleinen Theater in der Würdtweinstraße doch wesentliche Denkanstöße, vielleicht auch den Impuls, sich intensiv mit dem Epos zu beschäftigen, auf jeden Fall aber wurde es gut anderthalb Stunden hervorragend unterhalten.
Was hier mit wenigen Requisiten, viel Phantasie und schauspielerischer Ausdrucksfähigkeit gestaltet wurde, war schlichtweg erstaunlich. Miensopust schlüpfte in die Rolle Parzivals und seines Vaters Gachmuret, ließ die gesamte Tafelrunde aufleben, kommentierte Turniere als rasender Reporter und jagte den Zuschauern als Kundrie eine Gänsehaut über den Rücken.
Drei Blechschränke stellten je nach Bedarf Ritter, Berge, Throne dar, aber auch den Fundus und diverse Nebenzimmer, daneben spielten eine Krawatte und ein Kleiderbügel eine tragende Rolle, und die Damen der Geschichte gaben sich als Schal, Kleid, Perücke und rotes Dessous mit schwarzen Spitzen zu erkennen, zum Leben erweckt durch einen sensitiven Partner, der ihre mütterlichen, herrschsüchtigen und erotischen Instinkte zu wecken vermochte.